Der Blowjob in der eigenen Wohnung.
Die Rückkehr als Mensch.
Konzept in 38 Minuten fertig.
Die überraschend hilflose Schwägerin.
Der angenähte Arm.
Die Tic-Sammlung.
Ein blutiges Steak.
Der Irish-Pub-Abend.
Wie die Tochter schöner und schöner wird.
Der nächtliche Whopper.
Die Gewichtsverschiebung.
Das in letzter Sekunde und damit eben doch pünktlich reinlaufende Geld.
Die betrunkene Polit-Aktivistin.
Der rechtschaffene Brasilianer.
Ihre zartgliedrigen Finger.
Ihre rechte Brust mit dem schönsten Makel der Welt.
Ihre duftende Strumpfhose.
Ihre Zähne.
Ihre Füße.
Ihr gespenstisches Fauchen nächtens im Hotelbett.
Ihr zartschlanker Schwarzweißfummel.
Ihre beschützenswerten Ängste.
Mit gemischten Gefühlen das Ende der Ruhephase auf mich zukommen sehen.
Siehst du jetzt aus wie Hannibal Lecter?
Manuskriptabnahme erfolgt.
Alleine in der Wohnung, die von einer Schostakowitsch-Sinfonie geflutet wird.
Die Cherry G230 ist die ideale Tastatur zum mittrommeln. Der linke Daumen unterhalb der Spacetaste gibt eine 1a Bassdrum ab. Der gespreizte linke kleine Finger auf der linken Seite, direkt neben der Tabulator-Taste, gibt eine dermaßen fette, präzise Snare, ungefähr wie ein Cajun. Dazu noch mit dem rechten Mittelfinger auf der rechten Maustaste die Hi-Hat, ach - Zauber!
Bitburger, Erdnüsse, Chips, Pepsi, Ricard, Tavel, Blattsalat mit Großgarnelen und Basilikumbutter, Linsen auf Lachstatar, gefüllte Hähnchenkeule, Großgarnelen mit La Ratte Kartoffeln und Pimientos de Padron, Zitronensorbet mit Wodka, Profiteroles, Muscat, Espresso, Calvados, Pastis, Rosé.
Und keiner, der das alles zählte und vermaß.
Ein Zimmer voller verstreut herumliegender, hektisch heruntergerissener Klamotten, halboffene Taschen und Koffer, zerrupfte Kulturbeutel, eine Badewanne mit Bergamotte-Öl.
Und keiner, der aufräumte, trockenwischte, Müll trennte.
Die Zugfahrt durch konstantes Grau, in der wir einander in die Seele schraubten.
Ein Samstag, der sich zog, wie zehn Samstage.

Gehör verloren.

Genusswaren verloren.

Mütze verloren.

Aber sonst viel gewonnen.
In Erwartung lauter Gitarren. In Erwartung von Bier. In Erwartung von Sonic Youth. In Erwartung tauber Ohren. In Erwartung.
Sie lag da im Bett mit ihrem rotwangigen, fieberglänzenden Kopf, umringt von ihrem Kuscheltierzoo. Ich hatte ihr einen kalten Waschlappen auf die Stirn gelegt und lag neben ihr im Bett. Wir hielten Händchen. Sie war vor Müdigkeit ganz still. Ich sagte ihr, wie schön das sei, dass sie auf der Welt sei. Sie überlegte lange und sagte dann: "Es wäre auch ganz schön blöd, wenn du nicht da wärst". Fast etwas schüchtern antwortete ich: "Ja?"
Sie ergänzte: "Dann wär das ja sonst nicht auszuhalten".
Ich verkniff mir eine Rückfrage.
you dosed my soul with gasoline
you flicked a match into my brain