Der Geruch verbrannten Gummis.
Wir stiefelten heim. Die Frau und das Kind, voran, im geraden Schritt, gegen die Trunkenheit der hinter ihnen gehenden ansingend. Dahinter die Marketingfrau aus der Etage über uns und ich, wankend (Retsina komma viel). Stechend scharf zeichnete sich die Kirche am Friedrich-Wilhelm-Platz gegenüber dem kaum beschienenen, wenn überhaupt dann laternenbeleuchteten Nachthimmel ab. Und alles lag klar vor mir. Alles.
Ich hörte "Im Zweifel für den Zweifel", nachdem ich drei Lammkoteletts gegessen und eine Flasche Château Ksara 2003 getrunken hatte. Und mich schauderte. Wie schön und auf eine Art auch sinnlos dieses Leben war. Im Zweifel fürs Zerreißen der eig'nen Uniform. "Hart am Glas".
Lange Gesichter beim LHC. Schön, dass die Hybris vom dicken, alten Universum mal auf den Deckel kriegt.





