konzert

Erledigt, müde, kaputt, gebelpt ließ ich mich erst vom Champagner aktivieren, dann von den einsetzenden Tönen des The Seer - Albums der Swans. Es folgte die endgültige Entspannung durch die großartigen Klangflächen und elfengleichen Stimmen des Archive-Kollektivs. Da war man wieder okay.



 
Umstürze und Umbrüche überall.



 
Und schon am Folgetag zeigte sich die Stadt im grauesten aller Graus. Nieselregendurchweicht radelte ich durch den Geruch faulenden Laubs. Und erhielt eine wichtige Nachricht, um 11:32 Uhr.



 
An diesem Wochenende stand ich mit meinem Fahrrad auf freien Feldern vor Berlin und sah die Graugänse sich sammeln, schnatternd, hunderte, tausende, abertausende, und dann flogen sie ab.

An diesem Wochenende stand ich an einem Imbiss und schlang einen Gemüsedöner in mich hinein.

An diesem Wochenende grillte ich überraschend mit dem tröstlichen Türken und wir ließen Rosé in unsere Kehlen gleiten.

An diesem Wochenende war es spätsommerherbstlich.



 
Manchmal sind stille Wasser einfach nur Pfützen.



 
Kaffe und Cola.

Knurrhahn und Lamm.

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Geschmacksverirrung und Blut.

Tiefer Schlaf und großes Glück.

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Sherry und Whisky.

Zigaretten und Parfüms.

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Boarding oder Nicht-Boarding?

250 oder 0 Euro?

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Cai, Roland, und Ingo.

Und natürlich Wilma.



 
Sonus Faber Venere 1.5

München.



 
Ja, ich weiß, das ist wohl das allererste Mal, dass ich hier eine Dienstleistung empfehle, und nicht etwas Kulturelles wie Musik oder Literatur. Doch ich bin in der Tat begeistert von dem neuen Car-Sharing-Angebot DriveNow

Ich habe kein Auto. Ich möchte auch keines haben. Es ist ein Klotz am Bein, es generiert auch bei Nichtnutzung Fixkosten, es ist unökologisch, und und und. Trotzdem fahre ich ganz gerne mal Auto und als Tester für HiFi-Magazine hat man dann und wann auch mal etwas zu transportieren.

Alles, was ich bisher an Car-Sharing kennen gelernt habe, hat mich nicht angemacht: Hohe Registrierungskosten, monatliche oder jährliche Fixkosten, zu wenig Autos, die dann frei sind, wenn man sie wirklich braucht, komplizierter Anmeldungsprozess, etc.

Was ich immer haben wollte, was sowas wie das "Callabike" früher für Radfahrer war: Man steht irgendwo, hätte gerne ein Auto und möchte losfahren. Und es irgendwo (!) wieder abstellen, nicht in irgendeinem Carsharing-Bereich, von wo man wieder nach Hause laufen muss.

Genau das hat DriveNow jetzt umgesetzt. Man registriert sich online, das dauert 5 Minuten. Dann geht man zu einer der zahlreichen Sixt-Filialen oder BMW-Zentren, lässt die Personalien überprüfen (dauert nochmal 3 MInuten) und kriegt einen RFID-Chip auf den Führerschein gepappt. Das ist der Schlüssel.

Sodann lädt man sich entweder eine App fürs Smartphone (Android oder Apple), oder aber man nutzt das Web. Wenn man ein Auto braucht, startet man die App oder den Browser, erfährt sofort, wo das nächste Auto steht (in meinen bisherigen Tests brauchte ich nie länger als 6 Minuten da hin zu laufen, es muss um die 800 Fahrzeuge in Berlin geben), und kann dann auch gleich aus der App heraus das Auto 15 Minuten lang blocken. Sehr gut!

dn


Dann tapert man zum Auto, hält seinen Chip vor das Lesegerät und die Zentralverriegelung öffnet sich. Hereinspaziert in einen tadellosen Mini oder BMW1. Der Bordcomputer begrüßt einen mit Namen, man gibt eine vorher festgelegete PIN ein. Nun fragt der Computer noch kurz, ob der Wagen sichtbare Schäden hat und wie sauber der Innenraum ist - und dann ist der Start freigegeben. Man startet den Motor schlüssellos über einen Druckknopf. Der Bordcomputer verwandelt sich sodann in ein Navi, wenn man denn eins brauchen sollte.

Bei Fahrtende wählt man, ob man das Fahrzeug zurückgeben oder in den Parkmodus möchte. In letzterem wird das Fahrzeug geblockt und nur man selbst kann wieder rein.

Die Autos sind klasse, nagelneu, flott unterwegs und mit allem Pipapo augestattet, zum Teil Cabrios, alle mit CD-Radio.

Die Kosten:

Anmeldung einmalig 29 Euro.
Fahren: 29ct / min.
Fahrzeug parken/blockieren: 10ct/min.

Benzin ist im Preis mit drin. Im Auto liegen Tankkarten aller wichtigen Tankstellen: Wer das Auto freiwillig volltankt, bekommt 20 Gratisfahrminuten auf sein Konto.

Extra-Parkgebühren fallen nicht an. Es liegt eine Parkkarte für Berliner Parkhäuser bei, man kann aber auch einfach irgendwo sein Auto abstellen, also Anwohner- oder Automatenparken. DriveNow rechnet direkt mit der Stadt ab.

Mit DriveNow bin ich billiger als mit dem Taxi unterwegs in Berlin. Und ein wenig individueller auch. Nur saufen ist natürlich dann nicht.

Nun zum werblichen Teil: Wer sich über diesen Link anmeldet, der tut gleich zwei schlaue Dinge: Er spart bei der Anmeldung, denn über diese Freundschaftswerbung zahlt er lediglich 9,98 Euro Anmeldegebühr. Und zweitens erhalte ich 45 Freiminuten. That's entertainment, isn't it?

PS: Keine Sorge, das wird jetzt kein Werbeblog.




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